Die meisten Weihnachtslieder begleitest du mit gerade einmal drei bis fünf offenen Akkorden, meistens G, C und D, oft ergänzt durch a-Moll und e-Moll. Wer diese fünf Griffe sauber wechselt, kommt durch fast jeden Klassiker an Heiligabend, ganz ohne Barré. Wichtig ist dabei nur, dass dein Schlag gleichmäßig durchläuft.
Vielleicht steht deine Gitarre das ganze Jahr in der Ecke und soll jetzt, kurz vor dem Fest, plötzlich „Stille Nacht" können. Zum Glück reicht für die schönsten Weihnachtslieder eine Handvoll Griffe und ein ruhiger Schlag, den du an einem Nachmittag drauf hast.
Ob die ganze Familie mitsingt, hängt am Ende an ein paar simplen Dingen: an den Griffen, an der Tonhöhe und daran, ob dein Schlag halbwegs gleichmäßig läuft.
- Mit fünf offenen Akkorden (G, C, D, a-Moll und e-Moll) begleitest du fast alle traditionellen Weihnachtsklassiker.
- In singfreundlichen Tonarten wie G-Dur bleibt die Melodie tief genug für die ganze Familie.
- Ein Kapodaster verschiebt die Tonhöhe in Halbtonschritten, ohne dass du neue Griffe lernst.
- Für „Last Christmas" reichen vier Akkorde, „All I Want for Christmas Is You" verlangt deutlich mehr.
Welche Weihnachtslieder gelingen mit drei bis fünf Akkorden?
Fast alle bekannten Weihnachtsklassiker begleitest du mit G, C und D, viele kommen sogar mit diesen drei Griffen aus. Bei einzelnen Titeln kommen a-Moll oder e-Moll dazu, und alles bleibt in offenen Griffen ohne Barré. So läuft schon „Jingle Bells" mit nur drei Griffen, und wer diese Wechsel sicher beherrscht, deckt einen Großteil des Repertoires ab.
Die traditionellen Lieder führen bis heute die Beliebtheitslisten an: In einer bundesweiten Umfrage steht „Stille Nacht" mit 37 Prozent auf Platz eins. Für einen schnellen Erfolg an Heiligabend eignen sich diese zwölf Titel besonders gut:
- „Stille Nacht, heilige Nacht": das ruhigste und bekannteste Lied der Liste, im langsamen 6/8-Feeling gespielt und mit gehaltener, andächtiger Stimme gesungen. Ideal für den Moment unterm Baum.
- „O Tannenbaum": feierlich im Dreivierteltakt, oft mit nur drei Griffen. Die Melodie liegt bequem, sodass alle Stimmlagen gut mitkommen.
- „Leise rieselt der Schnee": ein zartes 3/4-Lied; in vollständigeren Fassungen kommen zu den Grundgriffen noch ein paar weitere dazu. Leise und getragen gesungen wirkt es am schönsten.
- „Jingle Bells": der fröhliche Dauerläufer im Viervierteltakt, meistens mit nur drei Griffen. Flott angeschlagen und kräftig gesungen bringt er sofort gute Laune.
- „We Wish You a Merry Christmas": schwungvoll im Dreivierteltakt, oft mit vier Griffen. Wer den Refrain einmal kennt, singt nach der ersten Runde auswendig mit.
- „Kling, Glöckchen": hell und lebhaft, ein Liebling der Kinder. Eine klare, muntere Stimme passt am besten.
- „O du fröhliche": feierlich und hymnisch, mit kräftiger, offener Stimme gesungen. Das Lied steht bequem in einer singbaren Tonlage und läuft mit den offenen Grundgriffen.
- „Süßer die Glocken nie klingen": schwungvoll, mit einem deutlichen Glocken-Puls im Refrain, den die ganze Runde gern mitträgt.
- „Alle Jahre wieder": kurz, schlicht und in wenigen Minuten gelernt; die einfache Melodie macht es zum idealen Einstieg für die erste gemeinsame Runde.
- „Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen": warm und getragen, mit ruhiger Stimme gesungen; ein Klassiker rund um den geschmückten Baum.
- „Fröhliche Weihnacht überall": festlich und kräftig, mit einem Refrain, der die ganze Runde zum lauten Mitsingen einlädt.
- „Herbei, o ihr Gläubigen": ein festlicher Hymnus mit großem, offenem Klang, der sich gut für den feierlichen Höhepunkt des Abends eignet.
Gut zu wissen: „Stille Nacht, heilige Nacht" wurde 1818 im österreichischen Oberndorf ausdrücklich für die Gitarre geschrieben, weil die Kirchenorgel defekt war. Die Uraufführung am 24. Dezember 1818 erklang mit Gitarrenbegleitung, der Text stammt von Joseph Mohr, die Melodie von Franz Xaver Gruber. Das berühmteste Weihnachtslied der Welt ist also von Anfang an ein Gitarrenlied.
Wie greifst du die fünf wichtigsten Akkorde sauber?
Am schnellsten sitzt e-Moll: zwei Finger in den zweiten Bund, alle anderen Saiten klingen offen mit. a-Moll, G, C und D brauchen drei Finger, folgen aber einem klaren Muster, sodass du sie in wenigen Übungsrunden verbindest.
| Akkord | So greifst du ihn | Merkhilfe |
|---|---|---|
| e-Moll (Em) | Zeige- und Mittelfinger in den zweiten Bund der A- und der D-Saite, der Rest bleibt offen | Der leichteste Griff, ideal zum Start |
| a-Moll (Am) | Zeigefinger erster Bund der h-Saite, Mittel- und Ringfinger in den zweiten Bund der D- und der G-Saite | Dieselbe Fingerform wie E-Dur, nur eine Saite versetzt |
| G-Dur (G) | Mittelfinger dritter Bund der tiefen E-Saite, Zeigefinger zweiter Bund A-Saite, Ringfinger dritter Bund der hohen E-Saite | Der Haupt-Griff vieler Weihnachtslieder |
| C-Dur (C) | Ringfinger dritter Bund A-Saite, Mittelfinger zweiter Bund D-Saite, Zeigefinger erster Bund h-Saite | Finger schön rund stellen, dann klingt jede Saite |
| D-Dur (D) | Zeigefinger zweiter Bund G-Saite, Mittelfinger zweiter Bund hohe E-Saite, Ringfinger dritter Bund h-Saite | Die drei Finger bilden ein kleines Dreieck |
Beim Wechseln hilft ein einfacher Trick: Suche die gemeinsamen Finger zweier Griffe und lass sie liegen. Zwischen e-Moll und C etwa bleibt ein Finger fast an Ort und Stelle, sodass die Hand nur noch die Lücken füllt. Übe die Wechsel langsam und im gleichen Takt, dann sitzen sie nach ein paar Durchläufen.
Der einzige Griff, der Anfängern wirklich Mühe macht, ist das F-Dur-Barré, bei dem der Zeigefinger alle Saiten flach niederdrückt. In C-Dur taucht es oft auf. Spielst du dasselbe Lied in G-Dur mit den Griffen G, C, D und e-Moll, verschwindet der schwierige Griff. Alternativ greifst du eine vereinfachte Fmaj7-Form, die nur die oberen Saiten belegt.
Wenn du die Griffe lieber vor Augen hast, findest du neben jedem Lied ein fertiges Griffbild. Genau so sind die Gitarrenausgaben des Weihnachtsliederbuchs aufgebaut: Diagramm, Text und Begleitmuster stehen zusammen auf einer Doppelseite, sodass du beim Spielen nichts suchen musst.
Wie passt du die Tonhöhe mit einem Kapodaster ans Mitsingen an?
Ein Kapodaster klemmt quer über das Griffbrett und hebt die Tonhöhe pro Bund um einen Halbton an. Du spielst also weiter deine vertrauten Griffe, das Lied klingt aber höher, genau so hoch, wie die Runde bequem singt. Für die Begleitung von Sängern ist der Kapo darum fast unverzichtbar.
Steht ein Lied zu tief zum kräftigen Mitsingen, setzt du den Kapo in den zweiten oder dritten Bund und probierst, wo der Refrain am besten trägt. Für „Last Christmas" zum Beispiel wird die Begleitung mit einem Kapo im zweiten Bund gleich viel leichter. So findest du in Sekunden die Tonlage, die zu euren Stimmen passt, ohne ein einziges Lied umlernen zu müssen.
Neben dem Kapo lohnt sich eine kleine Grundausstattung, die du zu jeder Feier mitnehmen kannst:
- Stimmgerät: ein Muss, denn eine verstimmte Gitarre verdirbt jedes noch so schöne Lied.
- Plektren in mehreren Stärken: verschiedene Dicken decken weiche und kräftige Begleitung ab.
- Gitarrenständer und Tasche: schützen das Instrument auf dem Weg zur Feier und dazwischen.
- Fußbank oder Gitarrenstütze: für klassische Spieler, die eine stabile Haltung suchen.
Notlösung: Fehlt der Kapo im entscheidenden Moment, spannst du zur Not einen Bleistift mit zwei Gummibändern quer über die Saiten. Für ein, zwei Lieder reicht das erstaunlich gut.
Welche Weihnachtslieder singen auch Kinder gern mit?
Kinder steigen am schnellsten bei Liedern ein, die einen klaren, wiederkehrenden Refrain haben und in einer tiefen, gut treffbaren Tonlage stehen. Der große Favorit ist „In der Weihnachtsbäckerei", das einzige moderne Lied, das es in die Beliebtheits-Top-10 der Klassiker schafft.
- „In der Weihnachtsbäckerei": Rolf Zuckowskis Kinderhit von 1987 lässt sich mit wenigen Griffen begleiten und lebt vom Mitmach-Refrain, den schon die Kleinsten mitkrähen.
- „Morgen kommt der Weihnachtsmann": der Text stammt von Hoffmann von Fallersleben aus dem Jahr 1835, die Melodie ist dieselbe wie bei „Twinkle, Twinkle, Little Star". Meist in G-Dur gespielt und dadurch leicht zu greifen.
- „Schneeflöckchen, Weißröckchen": eigentlich ein Winterlied von 1869, das Kinder wegen seiner schlichten, wiegenden Melodie lieben und schnell auswendig können.
- „Lasst uns froh und munter sein": das muntere Nikolauslied mit einfachem Trallala-Refrain, ideal für die erste gemeinsame Runde mit Kindern.
- „Ihr Kinderlein, kommet": ruhig und wiegend, mit einer eingängigen Melodie, die auch jüngere Kinder gut treffen.
- „Morgen, Kinder, wird's was geben": ein vorfreudiges Lied über die Bescherung, dessen wiederkehrende Zeilen Kinder rasch mitsingen.
- „Kommet, ihr Hirten": lebhaft und leicht, mit einer klaren Melodie, die sich gut für Krippenspiele und Kita-Feiern eignet.
Warum es für moderne Kinderlieder oft keine Griffe im Netz gibt: Titel wie „In der Weihnachtsbäckerei" oder die Lieder von Detlev Jöcker sind urheberrechtlich geschützt. Frei zugängliche Akkordblätter dürfen dafür meist gar nicht veröffentlicht werden. Willst du trotzdem verlässliche Griffe und Texte, kommst du um eine lizenzierte Sammlung kaum herum.
Wer das ganze Jahr über mit Kindern singt, findet passende Bewegungs- und Mitmachlieder gebündelt im Kinderliederbuch der Reihe, das mit denselben einfachen Griffen arbeitet.
Welche Weihnachts-Popsongs laufen im Radio und werden gerne gesungen?
Die weihnachtlichen Radiohits reichen von kinderleicht bis fordernd. Mit drei bis vier Akkorden begleitest du „Feliz Navidad" oder „Last Christmas", während „All I Want for Christmas Is You" erweiterte Griffe und einen großen Stimmumfang verlangt.
Gerade die Popsongs holen die jüngere Generation ab: Bei den 18- bis 24-Jährigen liegen „Last Christmas" (32 Prozent) und „All I Want for Christmas Is You" (31 Prozent) vorn, während ältere Hörer deutlich häufiger zu den ruhigen Klassikern greifen. Diese zehn Titel gehören zu den meistgespielten der Vorweihnachtszeit:
- „Last Christmas" (Wham!): der Dauerbrenner von 1984 steht in D-Dur und braucht nur vier Akkorde. Ein Kapo im zweiten Bund nimmt dem schwierigsten Griff die Schärfe.
- „Feliz Navidad" (José Feliciano): der spanisch-englische Ohrwurm von 1970 kommt in D-Dur mit nur drei Griffen aus und hat einen treibenden Achtel-Groove, der sofort zum Mitklatschen einlädt.
- „All I Want for Christmas Is You" (Mariah Carey): der Radiohit von 1994 ist der Favorit der jungen Generation. Auf der Gitarre verlangt er erweiterte Griffe sowie einen Stimmumfang von fast zwei Oktaven, also eher etwas für Fortgeschrittene.
- „White Christmas": der Winterklassiker lebt von einer jazzigen Akkord-Melodie-Tradition. Für die Gitarrenbegleitung gibt es aber auch einfache, gut singbare Versionen mit offenen Griffen.
- „Jingle Bell Rock": lässt sich mit offenen Akkorden begleiten und auf der E-Gitarre mit Powerchords rockiger anlegen. Ein Radiohit, der auf jeder Feier für gute Laune sorgt.
- „Rockin' Around the Christmas Tree": ein rockiger Dauergast im Radio, der mit denselben offenen Griffen wie „Jingle Bell Rock" funktioniert.
- „Let It Snow": ein swingender Winterhit, der sich fein zupfen lässt und in fröhlicher Runde ordentlich Schwung bekommt.
- „Rudolph, the Red-Nosed Reindeer": ein Kinderzimmer- und Party-Hit mit einfachem Ablauf, gut geeignet für die erste gemeinsame Runde.
- „Santa Claus Is Coming to Town": ein Mitklatsch-Klassiker mit klarer Melodie, der auch in großen Runden schnell zündet.
- „Driving Home for Christmas" (Chris Rea): klingt entspannt und weich. Das kommt von den weicheren, jazzig gefärbten Griffen, die etwas Übung brauchen, dafür klingt die Begleitung am Ende schön voll.
Auch die anspruchsvolleren Titel wie „White Christmas" und „All I Want for Christmas Is You" gibt es in vereinfachten, tiefer gesetzten Fassungen, die das gemeinsame Mitsingen deutlich leichter machen.
Wie bringst du Rhythmus und Variation in deine Begleitung?
Für eine Mitsing-Runde zählt vor allem ein gleichmäßiger Schlag, der die Zählzeiten klar hörbar macht. Verschnörkelte Zupfmuster hebst du dir ruhig für später auf, denn zum Mitsingen brauchen alle vor allem einen Puls, den sie klar hören.
Viele Weihnachtslieder stehen im Dreivierteltakt, etwa „Leise rieselt der Schnee", „O Tannenbaum" und „We Wish You a Merry Christmas". Dafür passt ein schlichtes Muster aus Bass und zwei Schlägen: Der Daumen spielt auf der Eins den Basston, auf der Zwei und der Drei folgt je ein Abschlag nach unten. Sobald das sitzt, klingt schon die einfachste Begleitung rund.
„Jingle Bells" wiederum läuft im Viervierteltakt. Hier trägt ein durchgehender Wechselschlag: Abschlag auf jede Zählzeit, Aufschlag auf das „und" dazwischen. Ruhige Lieder wie „Stille Nacht" entfalten gezupft ihre ganze Wärme. Bei fröhlichen Titeln wie „Fröhliche Weihnacht überall" darfst du kräftig anschlagen, dann trägt der Rhythmus die ganze Runde.
Für etwas Abwechslung musst du keine neuen Griffe lernen. Ein Zwischenbass auf einer leeren Saite gibt dem Takt mehr Fülle, und ein Wechsel vom Anschlagen zum Zupfen in der zweiten Strophe bringt Bewegung ins Lied. Baue solche Feinheiten erst ein, wenn Griffe und Grundschlag sicher sitzen, sonst gerät der Puls ins Stocken.
Häufiger Anfängerfehler: Viele legen beim Griffwechsel eine kleine Pause ein und verschlucken dabei eine Zählzeit. Zähle lieber laut mit und wechsle den Griff schon auf dem letzten Schlag des Takts, dann läuft die Begleitung ohne Stolperer durch.
Wie spielt ihr Weihnachtslieder zu zweit oder in der Gruppe?
Sobald ein zweiter Mitspieler dazukommt, übernimmt die Gitarre die Begleitung aus Akkorden und Rhythmus, während ein Melodieinstrument in C die Liedmelodie spielt, etwa Blockflöte, Querflöte oder Geige. Ein tiefes Instrument wie das Cello legt den Bass darunter, und schon klingt aus dem Solo ein volles Ensemble.
Zu keiner Jahreszeit wird zu Hause so viel gemeinsam musiziert wie an Weihnachten. Vom Flötenduo mit Gitarre über ein Streichtrio bis zur bunt gemischten Familienrunde ist fast jede Besetzung möglich, solange alle dieselbe Tonart und dieselbe singbare Fassung vor sich haben.
Damit die Stimmen zusammenpassen, greifen die Ausgaben ineinander: Zur Gitarrenfassung gibt es kompatible Hefte für Klavier, Blockflöte und andere C-Instrumente, dazu die „45 Weihnachtslied-Klassiker" für Violine. Alle stehen in denselben singbaren Tonarten, sodass Geige, Flöte und Gitarre sofort zusammenspielen. Eine Cello-Stimme kommt als PDF zum Download dazu, und zu den Violin-Klassikern gibt es Playalongs, mit denen sogar ein einzelner Spieler wie im Ensemble klingt.
Für große Runden lohnt sich die XXL-Ausgabe mit Spiralbindung: Ihre Noten und Texte bleiben noch aus etwa einem Meter Abstand gut lesbar, was älteren Mitsingenden und Menschen mit Sehschwäche das Mitmachen deutlich erleichtert.
Vom ersten Griff zur Sing-Runde am Heiligabend
Der schönste Moment kommt, wenn nach den ersten Takten die ganze Runde einstimmt. Viel braucht es dafür nicht: Drei offene Griffe bringen dich durch die meisten Lieder, eine singbare Tonart hält die Melodie in Reichweite, und der Kapo schiebt sie genau auf eure Stimmhöhe.
Fang mit zwei oder drei Liedern an, die du wirklich gern magst, zum Beispiel „O Tannenbaum", „Jingle Bells" und „Feliz Navidad". Übe die Wechsel ein paar Abende lang im gleichen Tempo, dann holst du Familie oder Freunde dazu und legst los. Und wenn du dir die ganze Sucherei sparen willst: Ein fertiges Weihnachtsliederbuch hat Griffbilder, Begleitmuster und die tiefen Tonarten schon fertig drin.
Häufige Fragen zu Weihnachtsliedern auf der Gitarre
Wie lange dauert es, ein Weihnachtslied auf der Gitarre zu lernen?
Einfache Titel wie „Jingle Bells" oder „We Wish You a Merry Christmas" hast du oft in rund zwei bis drei Stunden zusammen, für „Stille Nacht" solltest du etwa zwei bis vier Stunden einplanen. Das sind grobe Richtwerte; wer die Grundakkorde schon kennt, ist meist schneller. Am wichtigsten ist, die Griffwechsel im gleichmäßigen Tempo zu üben.
Braucht man für Weihnachtslieder Barré-Griffe?
Nein, die allermeisten Weihnachtslieder lassen sich komplett mit offenen Akkorden begleiten. Der schwierige F-Dur-Barré taucht vor allem in C-Dur auf; spielst du dasselbe Lied in G-Dur mit G, C, D und e-Moll, umgehst du ihn ganz. Alternativ hilft eine vereinfachte Fmaj7-Form, die nur die oberen Saiten greift.
Welcher Kapodaster passt zu meiner Gitarre?
Ein gerader Kapodaster passt zur klassischen Konzertgitarre, weil ihr Griffbrett flach ist. Für eine Western- oder E-Gitarre mit leicht gewölbtem Griffbrett brauchst du einen gewölbten Kapo. Stimmt die Form nicht, drückt der Kapo die Saiten ungleichmäßig, und einzelne Töne schnarren oder klingen dumpf.
Welches ist das beliebteste Weihnachtslied in Deutschland?
„Stille Nacht, heilige Nacht" ist mit 37 Prozent das beliebteste Weihnachtslied der Deutschen. Dahinter folgen „Last Christmas" mit 28 Prozent und „Leise rieselt der Schnee" mit 23 Prozent. Bei jüngeren Hörern liegen die Popsongs vorn, ältere greifen deutlich häufiger zu den ruhigen Klassikern.
Kann ich Weihnachtslieder mit anderen Instrumenten zusammen spielen?
Ja, das gelingt schon zu zweit. Ein Melodieinstrument in C wie Blockflöte, Querflöte oder Geige übernimmt die Melodie, die Gitarre begleitet mit Akkorden und ein Cello oder Kontrabass ergänzt den Bass. So wird aus zwei, drei Leuten schnell ein festlicher Ensemble-Klang.